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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Interessierte,

mit diesem Blog wollen wir als Gewerkschaft ver.di euch / Sie über aktuelle Vorgänge beim Baur-Versand Burgkunstadt transparent und schnell informieren und euch / Ihnen Gelegenheit geben, sich zu äußern.
Wir haben uns für diese Informationsverbreitung aus unterschiedlichen Gründen entschieden: Zum einen seid ihr / sind Sie so nicht mehr auf Gerüchte angewiesen, die ja alltäglich aufkommen, zum anderen kommen über diesen Kanal Informationen aus erster Hand blitzschnell zu Euch / Ihnen nach Hause.
Wir werden unser Bestes geben, so aktuell wie möglich, und so ausführlich wie nötig zu informieren. Gerne könnt ihr Euch / können Sie sich durch Kommentare einbringen. Zensur wird unsererseits bei Einträgen ausgeübt, die offensichtliich unfair sind, klar die Unwahrheit verbreiten oder ins Niveaulose abgleiten.
Wir wünschen uns und euch / Ihnen viel Spaß beim Lesen und Schreiben und Kommentieren.

Euer / Ihr ver.di-Blog-Team
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Sonntag, 30. März 2014

Betriebsseelsorger zum Thema Betriebsratswahl - Teil 2



Belegschaften, die gefragt werden, wie sie sich Betriebsräte wünschen, antworten:
Betriebsräte müssen authentische Persönlichkeiten sein! Sie brauchen soziale Kompetenz, Ausdauer, Verhandlungsgeschick. Sie nehmen sich in ihren Aufgaben ernst. Sie holen sich Unterstützung bei ihrer Gewerkschaft. Sie achten auf Tarife und Gesetze, schalten und walten aber auch oft hinter den Kulissen, verbinden Wunden, schlichten Streit, unterbinden Mobbing und Psychoterror im Betrieb. Sie sorgen dafür, dass die Arbeit den Bedürfnissen der Menschen gerecht wird. Deshalb: „Stärken Sie Ihren Betriebsräten den Rücken“ - Gehen Sie wählen!

(Norbert Jungkunz, Kath. Betriebsseelsorger Bamberg)

Kommentare:

  1. Gerade in einer Branche wie dem Versandhandel, die einer sehr hohen Wettbewerbs-Dynamik ausgesetzt ist, ist es wichtig in allen Entscheidungsgremien kühlen Kopf zu bewahren. An der ein oder anderen Stelle falsche Entscheidungen zu treffen, kann eine deutliche Benachteiligung im Wettbewerb bedeuten bis hin zur Gefahr der wirtschaftlichen Existenz (siehe Insolvenzen bei Quelle, Neckermann etc.).

    Insbesondere deshalb ist es wichtig auch im Betriebsrat Leute sitzen zu haben, die nicht per se auf eine vorgefertigte Meinung setzen und diese "auf Teufel komm raus" durchsetzen wollen. Der Betriebsrat muss Verständnis zeigen für die tlw. schwierige Marktsituation und den starken Wettbewerbsdruck ohne dabei zur Marionette der Geschäftsführung zu werden, die dieses Argument natürlich immer wieder ziehen kann um damit Entscheidungen zu forcieren.

    Dies ist eine äußerst wichtige Aufgabe, die von allen Personen entsprechende Qualifikationen (direkter Draht zu den Beschäftigten, Verständnis unternehmerischer Eckwerte, Gesamtmarktüberblick, ...) erfordert. Wie oben beschrieben: "... es müssen Persönlichkeiten sein"

    Gerade deshalb finde ich eine Listenwahl als äußerst schwierig. Denn ich finde sowohl in jeder Liste meiner Meinung nach äußerst kompetente Leute, denen ich diese Aufgabe zutraue und denen ich guten Gewissens meine Stimme geben würde. Jedoch finde ich auch viele Personen in den einzelnen Listen, die meiner Meinung nach eben nicht dafür geeigent sind, da Sie entweder "zu lange dabei" sind oder einfach als Opposition irgendwie mit dem "Kopf durch die Wand wollen" und deshalb meiner Meinung nach die nötige Sorgfalt in ihrer Entscheidungsfindung vermissen lassen.

    Um dies nochmal klarzustellen: Ich möchte keinen Betriebsrat der eine Marionette der Geschäftsführung ist oder an deren Rockzipfel hängt. Ich möchte aber auch keinen Betriebsrat, der jegliche Entscheidung durch Beharren auf eine optimale Lösung für die Mitarbeiter blockiert, verlangsamt oder gar torpediert. Wenn dann kann es nur ein gesunder Mix aus beidem sein. Und dieser gesunde Mix entsteht nicht dadurch, dass ich eine Liste (und damit ein gewisses "Programm" bzw. Denkhaltung) wähle, sondern die entsprechenden Leute in die richtigen Gremien wähle um dann zu vertrauen, dass die darin stattfindenden Prozesse ein sorgfältiges Abwägen des Für und Widers ermöglichen.

    Die aktuelle Entscheidung für (und damit auch gegen) eine Liste bildet meiner Meinung nach für viele nur die Wahl zwischen "Not" und "Elend". Egal für welche Liste ich mich entscheide, ich muss immer akzeptieren, dass damit auch Personen "an die Macht" kommen könnten, denen ich diese nicht anvertrauen möchte. Von daher kann es am Ende der BR-Wahl keinen Gewinner geben, da meiner Meinung nach die beste Lösung für das Unternehmen und seiner Mitarbeiter nicht herauskommen kann.

    Nichtsdestotrotz werde ich wählen gehen!

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    1. Lieber Schreiber, es stimmt, dass der Wähler durch die Listen in seiner Auswahl eingeschränkt ist. Man sollte aber berücksichtigen, dass es bei vier Listen wohl kaum passieren wird, dass nur eine Liste gewählt wird - das wäre dann wirklich fatal. Aber durch den Mix zwischen den einzelnen Listen werden im neuen Gremuim auch die unterschiedlichen Sichtweisen und Meinungen anteilig wiedergespiegelt. Also die Angst, dass man mit einer Liste ganz falsch wählt, ist eher unbegründet. Man sollte schauen, dass man versucht, dass eine gewisse Ausgewogenheit entsteht. So muss im zukünftigen Betriebsrat ernsthaft um die besten Entscheidungen gerungen werden. Und das hat noch nie geschadet.

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