Herzlich Willkommen...

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Interessierte,

mit diesem Blog wollen wir als Gewerkschaft ver.di euch / Sie über aktuelle Vorgänge beim Baur-Versand Burgkunstadt transparent und schnell informieren und euch / Ihnen Gelegenheit geben, sich zu äußern.
Wir haben uns für diese Informationsverbreitung aus unterschiedlichen Gründen entschieden: Zum einen seid ihr / sind Sie so nicht mehr auf Gerüchte angewiesen, die ja alltäglich aufkommen, zum anderen kommen über diesen Kanal Informationen aus erster Hand blitzschnell zu Euch / Ihnen nach Hause.
Wir werden unser Bestes geben, so aktuell wie möglich, und so ausführlich wie nötig zu informieren. Gerne könnt ihr Euch / können Sie sich durch Kommentare einbringen. Zensur wird unsererseits bei Einträgen ausgeübt, die offensichtliich unfair sind, klar die Unwahrheit verbreiten oder ins Niveaulose abgleiten.
Wir wünschen uns und euch / Ihnen viel Spaß beim Lesen und Schreiben und Kommentieren.

Euer / Ihr ver.di-Blog-Team
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Dienstag, 7. April 2020

Zur aktuellen Lage im Betriebsrat der Baur-Gruppe



Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir alle stehen vor großen Herausforderungen. Auch die aktuelle Corona-Krise belastet uns alle sehr. Umso wichtiger ist ein starker Zusammenhalt unter allen Beteiligten. Das muss man bei Baur auch von den gewählten Vertretern der Beschäftigten, dem Betriebsrat, verlangen. Der Betriebsrat hat jetzt, noch mehr als je zuvor, die Verantwortung, sich für die Belange der Beschäftigten einzusetzen. Geschlossenheit ist gefragt.

Leider blockieren interne Querelen eine gute BR-Arbeit.
Die Ausgangslage vor zwei Jahren, nach der BR-Wahl, war schwierig. Es gab zwar einen starken Zuwachs für die offene ver.di-Liste (Liste 1 „wir für euch“). Sie bekam mit Abstand die meisten Stimmen, hatte aber trotzdem keine Mehrheit im Gremium. BR-interne Konflikte begleiteten den Start und dauern bis heute an. Viele Steine wurden den Liste-1-Betriebsräten in den Weg gelegt. Trotzdem konnte in den zurückliegenden Jahren viel bewegt werden, vor allem nach dem Wechsel im Vorsitz. Die BR-Arbeit wurde längst überfälligen Modernisierungen unterzogen und für eine konstruktive Arbeit weiterentwickelt. Ein Stichwort: Digitalisierung.
Und das auch im Zusammenwirken mit dem Arbeitgeber.

Das Tagesgeschäft wird im BR ordentlich abgewickelt. Häufig sogar mit einstimmigen Beschlüssen. Aber bei vielen richtungsweisenden Themen erschweren schwankende Mehrheiten und nicht nachvollziehbare Interessen Einzelner die Arbeit im Gremium. Und noch viel schlimmer: Sachentscheidungen treten zunehmend in den Hintergrund. Die aktuelle BR-Arbeit wird durch einseitige Stimmungsmache und Populismus einzelner BR-Mitglieder belastet. Und leider lassen sich einige Kollegen davon anstecken. Der BR blockiert sich so immer mehr selbst. Versuche, gegenzusteuern und gute Sacharbeit zu leisten, werden ausgebremst. Selbst eine professionelle Mediation wurde ohne Ergebnis abgebrochen.
Eine Situation, welche die meisten Mitglieder der Liste 1 „wir für euch“ sehr bedauern.

Immer häufiger kommt es vor, dass in Verhandlungen nicht das erreicht wird, was möglich wäre. So werden Regelungen verabschiedet, die die Beschäftigten unverhältnismäßig belasten. Erst vor kurzem wurden weitreichende Vereinbarungen ohne Hinzuziehung externen Sachverstandes verhandelt, trotz der dringenden Empfehlung aus dem Konzern: „Verstärkt euch bitte unbedingt mit einer Rechtsberatung, damit ihr vorbereitet seid, …“. Aber viele Betriebsräte sind darüber erhaben. Ein entsprechender Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt. Und das, obwohl es hier auf jedes Wort ankommt und die Entscheidung für alle Beschäftigten der gesamten Baur-Gruppe eine hohe Relevanz haben wird. So etwas ist extrem leichtfertig. Alles auf Kosten unserer Beschäftigten. Und BR-Mitglieder, die darauf hinweisen, werden massiv angegangen.

Selbst bei Kleinigkeiten, beispielsweise Aushänge des BR für die Kollegen, wird blockiert. Hier handelt es sich um wichtige Infos, die durch fehlende Einigkeit ungesagt bleiben. In solch einer Situation fällt es schwer, Beschlüsse noch mitzutragen.
Selbst gegen gesetzliche Regelungen wird durch einzelne BR-Mitglieder hemmungslos verstoßen.
Umso wichtiger ist es, dass weiterhin Betriebsräte, die sich in erster Linie am Wohl der Beschäftigten orientieren, mitgestalten – unsere Unternehmen immer im Blick. Das wird aktuell massiv behindert!
Wir hoffen, dass doch noch Vernunft einkehrt und sich einige daran zurückerinnern, wessen Interessen sie zu vertreten haben.

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